In Berlin haben wir am vergangenen Samstag, 18. April 2026, Geschichte geschrieben. Gemeinsam mit mehreren tausend Menschen sind wir auf die Straße gegangen, um der Bundespolitik unmissverständlich klarzumachen: Die Geduld mit fossilen Verzögerungstaktiken ist am Ende. Es war ein Tag voller Emotionen, klarer Kanten und wirtschaftlicher Vernunft. (Danke an Claudia und Peter aus unserem Ortsverband, die vor Ort in Berlin dabei waren und davon berichten).
80 Milliarden Gründe für den Wandel
Luisa Neubauer rüttelte das Publikum mit einer emotionalen wie faktenstarken Rede wach. Die zentrale Zahl, die hängen blieb: Jährlich fließen nach wie vor 80 Milliarden Euro für Importe von Gas, Öl und Benzin ins Ausland. Geld, das wir buchstäblich verbrennen, anstatt es in die heimische Wertschöpfung zu stecken.
Greenpeace brachte es auf den Punkt: Wer 2026 noch auf fossile Energien setzt, finanziert direkt Autokraten. Wir brauchen endlich echte Resilienz durch Unabhängigkeit!
Wenn das Rückgrat der Nation aufbegehrt
Ein starkes Zeichen kam dieses Mal direkt aus der Wirtschaft. Dr. Katharina Reuter betonte, dass der deutsche Mittelstand – unser wirtschaftliches Rückgrat – die aktuelle Planlosigkeit nicht mehr mitträgt. Die Botschaft war deutlich: Ohne klare Leitplanken für Erneuerbare wird das Wirtschaftsministerium zum Standortrisiko.
Passend dazu forderte ein Windrad-Investor mehr Selbstbewusstsein für das Land der „Dichter, Denker und Ingenieure“. Sein Plädoyer gegen die ewigen Bedenkenträger: Ja, die Dunkelflaute ist eine Aufgabe – aber im Gegensatz zum Atommüll ist sie technisch lösbar. Sein Motto, das uns aus der Seele spricht:
„Einfach mal machen! Mehr Mut und Zuversicht!“
Ein breiter Schulterschluss für die Demokratie
Für Christoph Bautz (Campact) ist klar, dass der Ausbau der Erneuerbaren nur gelingt, wenn alle Organisationen und Bürger zusammenstehen. Doch die Demo ging über reine Energiepolitik hinaus. In den Reden wurde eines immer wieder deutlich:
- Erneuerbare sind Freiheitsgarantien.
- Dezentrale Energieversorgung ist gelebter Antifaschismus.
Fazit
Der 18. April in Berlin hat gezeigt, dass die Zukunft denen gehört, die sie gestalten wollen – nicht denen, die sie verwalten. Während Ministerin Reiche als politischer Totalausfall kritisiert wurde, war die Stimmung auf dem Platz das genaue Gegenteil: Ein Aufbruch voller Energie.






