Regional, ökologisch und im Einklang mit der Natur
Unser Raum ist ländlich geprägt und Heimat zahlreicher landwirtschaftlicher Betriebe. Diese stehen jedoch vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Preisdruck, Flächenknappheit und steigende Anforderungen an Umwelt- und Tierschutz verlangen nach einer klaren politischen Unterstützung.
Wir GRÜNE setzen uns für eine Landwirtschaft ein, die ökologisch wirtschaftet, die Biodiversität schützt und gleichzeitig eine faire Existenzgrundlage für Bäuerinnen und Landwirte bietet. Die Zukunft unserer Ernährung hängt auch davon ab, wie wir heute mit Boden, Wasser, Tieren und Menschen umgehen.
- Ökologische Landwirtschaft fördern:
Wir stärken ein regionales, pestizidfreies und tiergerechtes Agrarsystem. Landwirtinnen und Bauern sollen durch faire Preise, gezielte Beratung und kommunale Nachfrage gestützt werden. Lokale Verwertungsketten und ortsnahe Strukturen müssen klar Vorrang zu weit entfernten agrarindustriellen Komplexen haben. Wir wollen den Anteil an Biobetrieben im Landkreis deutlich erhöhen sowie Umsteigerinnen und Umsteiger gezielt mit Beratung und Fördermitteln unterstützen. Das ist auch ein großer Beitrag für den Klimaschutz, denn jeder „Bio-Hektar“ spart 1 Tonne CO₂ pro Jahr (Quelle: Klimabericht Staatsregierung 2025). - Regionale Wertschöpfung stärken:
Von der Erzeugung bis zur Vermarktung sollen Produkte möglichst in der Region verarbeitet und verkauft werden. Das stärkt lokale Kreisläufe und schafft Arbeitsplätze. - Faire Preise für faire Produktion:
Landwirtschaft muss sich lohnen – wir setzen uns für faire Erzeugerpreise und eine stärkere öffentliche Nachfrage (z. B. in Schulen, Kliniken, Kantinen) nach regionalen Produkten ein. - Bodenschutz und Klimaanpassung:
Gesunde Böden sind die Grundlage unserer Landwirtschaft. Wir unterstützen Maßnahmen zur Humusbildung, zum Wasserschutz, zur Klimaanpassung und zur Minimierung des Pestizideinsatzes. So kann z. B. Agroforstwirtschaft – also die Kombination von Land- und Forstwirtschaft – angesichts der zunehmenden Starkregenereignisse die Erosion stark reduzieren und wertvollen Boden erhalten. - Flächenkonkurrenz beenden:
Landwirtschaftliche Flächen dürfen nicht länger leichtfertig für Gewerbe- und Verkehrsprojekte geopfert werden. Wir fordern ein aktives Flächenmanagement im Sinne der Ernährungssicherung. - Agri-Photovoltaik fördern:
Agri-PV verbindet Landwirtschaft und Solarstromerzeugung auf derselben Fläche. So bleiben landwirtschaftliche Flächen erhalten und Landwirte erschließen sich zusätzliche Einkünfte. Teilverschattung unter den Solarmodulen kann zudem das Mikroklima verbessern und die Biodiversität fördern. Wir wollen Agri-PV im Landkreis Ansbach gezielt fördern – für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine starke Energiewende im Einklang mit der Natur.
Unsere Vision ist klar: Eine Landwirtschaft, die nicht gegen, sondern mit der Natur arbeitet. Eine Landwirtschaft, die bäuerliche Familienbetriebe erhält sowie dem Landkreis eine gesunde und regionale Ernährung ermöglicht.
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