Mobilität ist ein Grundrecht – aber sie muss klimafreundlich, barrierefrei und für alle bezahlbar sein. Im ländlichen Raum setzen wir auf einen starken ÖPNV, bessere Taktung, neue Bahnverbindungen und Erweiterung von kommunalen Ladesäulen (für das E-Auto und E-Bike).
Straßenneubauten dürfen nicht länger Vorrang vor dem Erhalt bestehender Netze haben. Fuß- und Radwege brauchen Sicherheit, Lückenlosigkeit und moderne Infrastruktur – auch an Bahnhöfen. Wir denken Mobilität ganzheitlich – und generationsübergreifend.
Deshalb gestalten wir eine Mobilitätswende, die verbindet statt zerschneidet:
- Öffentlicher Nahverkehr:
In unserem ausgedehnten Landkreis muss Mobilität für alle gewährleistet sein. Wir arbeiten unermüdlich für den Erhalt des öffentlichen Verkehrs und dessen bedarfsorientierten Ausbau. Die enorm gestiegenen Kosten für den Busverkehr dürfen nicht zu einer Rasenmäherpolitik führen, bei der pauschal gestrichen wird. Mit detaillierten Forderungen setzen wir uns für einen attraktiven ÖPNV ein. - Rufbusse ausbauen:
Anrufen – Einsteigen – Mitfahren: Gerade im ländlichen Raum kann ein flächendeckendes Rufbusangebot die Mobilitätslücken schließen, die reguläre Linienverkehre nicht abdecken. Wir setzen uns für ein intelligentes Rufbuskonzept ein, bei dem Fahrten telefonisch oder online vorab gebucht werden können und bestehende Fahrkarten (z. B. Deutschlandticket, Schülertickets) gelten. Durch den bedarfsgesteuerten Einsatz kleiner Fahrzeuge entstehen flexible Verbindungen, insbesondere in Randzeiten, am Wochenende oder in weniger einwohnerstarken Ortsteilen – effizient, wirtschaftlich und klimafreundlich. Ziel ist ein integriertes Rufbusnetz, das bestehende Bus- und Bahnverbindungen sinnvoll ergänzt und echte Alternativen zum privaten Auto bietet. - Verbesserung S-Bahn und Regionalzug:
Für die erfolgreiche Verlängerung der S-Bahn nach Crailsheim haben wir jahrelang gekämpft. Die Detailanpassungen des Fahrplans in den Morgen- und Abendstunden sind eine klare Forderung, damit die Schüler rechtzeitig in Ansbach ihre Schule erreichen. Der Regionalzug Nürnberg–Stuttgart ist meist überfüllt. Hier setzen wir uns gegenüber der Bayerischen Eisenbahngesellschaft für eine Bestellung eines stündlichen Taktes ein, da die Nachfrage durch das Deutschlandticket stark gestiegen ist. Die Reaktivierung der Strecke Dombühl–Nördlingen steht bei uns ganz oben auf der Prioritätenliste, denn sie wird eine deutliche Verbesserung des ÖPNV im westlichen Landkreis bringen. - Straßenerhalt statt Neubau:
Erhalt geht vor Neubau – unser ca. 600 km langes Kreisstraßennetz pflegen wir vorrangig. Überflüssige neue Umgehungsstraßen oder Ortsumfahrungen lehnen wir ab. Bei erforderlichen Reparaturen setzen wir auf langlebige Bauweisen, statt immer neue Ausgaben zu produzieren. Den Ausbau der A6 begleiten wir kritisch: Mobilität der Zukunft muss Lärm vermeiden und umweltverträglicher werden. - Rad- und Fußwege:
Wir treten für ein flächendeckendes, sicheres Rad- und Fußwegenetz ein. Davon sind wir noch weit entfernt. Der Lückenschluss von überörtlichen Rad- und Fußwegen insbesondere entlang der Kreisstraßen ist vorrangig umzusetzen. In allen Orten sollen an den wichtigen Busstationen und an allen Bahnhöfen gute und ausreichende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zur Verfügung stehen. Zukünftige Mobilität denken wir generationsübergreifend: Barrierefreier ÖPNV muss der angestrebte Standard sein.
Kurz gesagt wollen wir eine klimafreundliche, barrierefreie und bezahlbare Mobilitätswende, einen starken ÖPNV mit besseren Zugverbindungen, Straßenerhalt statt Neubau sowie sichere Rad- und Fußwege.
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